Kurz nach Nikolaus 2025 ging es beim FTV-internen Judo-Turnier richtig zur Sache
„Hajime“ als Auftakt-Kommando, festen Griff gesucht und ran an die Gegner*in: Das diesjährige Nikolaus-Randoriturnier der Judo-Abteilung des FTV 1860 am 12. Dezember hat für viele leuchtende Gesichter gesorgt. Und zwar nicht nur bei den zahlreichen teilnehmenden Kindern, sondern auch bei den erwachsenen Judoka, die sich am Schluss ebenfalls auf der Matte battlen durften.
Randoris sind im Judo Übungskämpfe ohne Sieger, die praktisch in jedem Training durchgeführt werden. Sie dienen zum verträglichen Einüben der zuvor erlernten Wurftechniken und Haltegriffe. Solche Randoris lassen sich aber auch in ehrgeizigere Turnierformen überführen. Beim Nikolaus-Randoriturnier zum Jahresende haben wir einen Wettkampfmodus gefunden, der Anfänger*innen und Fortgeschrittenen gleichermaßen Rechnung trug. Mitmachen war selbstverständlich freiwillig.
Unter Federführung von Sportwart Martin Ludwig teilte die Turnierleitung die Teilnahmewilligen in gewichtsnahe Gruppen ein. So bekamen diese es mit Gegner*innen zu tun, die ungefähr so viel auf die Waage brachten wie sie selbst und konnten von weitaus schwereren Kontrahent*innen nicht mir nichts, dir nichts zu Boden gedrückt werden. Stattdessen sollte es darum gehen, sich mit guten Techniken und Durchhaltevermögen durchzusetzen. Beim Judo ist es auf diese Weise sogar möglich, leichtere bis größere Gewichtsnachteile auszugleichen. In den beiden Erwachsenengruppen des Turnierpools erwies sich das als unbedingt erforderlich, denn die Bandbreite an Kilos war doch erheblich.
Sich mit Spaß selbst ausprobieren
In den vier- oder fünfköpfigen Gruppen trat nacheinander jede*r gegen jede*n an. Festgelegt worden war eine feste Kampfdauer von 3 Minuten. Das klingt nach wenig, bringt so manche*n aber an die körperlichen Grenzen. Anders als bei „echten“ Judo-Turnieren war der Kampf bei unserem Randori-Turnier nicht vorbei, wenn eine „große“ Wertung erzielt wurde, ein*e Kämpfer*in also auf den Rücken geworfen (Ippon) oder für eine bestimmte Zeitspanne am Boden festgehalten wurde. Vielmehr gab es für solche Erfolge wie auch für kleinere Wertungen je eine bestimmte Punktzahl. In jedem Fall wurde durchgezogen bis zum Gong, der das Ende der Kampfzeit markierte. Am Schluss addierten die Außenrichter*innen am Mattenrand die in dem Aufeinandertreffen erreichten Punkte. Gewonnen hatte den Einzelkampf die Person mit den meisten Punkten. Bei Gleichstand gab der größere Kampfgeist den Ausschlag. So kam jede*r auf die volle Mattenzeit und Neulinge und Jüngere erhielten die Möglichkeit, sich in einem realistischen Wettbewerbsformat auszuprobieren.
Unsere Jugendlichen unterstützten, sofern sie nicht selbst auf der Matte standen, als Kampfrichter*innen und an den Zeitnehmertischen. Zwischendurch versorgten sich Zuschauende und Teilnehmer*innen am leckeren Buffet, für das dankenswerterweise die Eltern gesorgt hatten.
Die Ergebnisse der einzelnen Turniergruppen wollen wir euch nicht vorenthalten:
Kindergruppe 1
1. Benno Heitmann
2. Mathilde Blank
3. Nuri Şahin
3. Yago Landes
Kindergruppe 2
1. Hakob Hohanissyan
2. Mia Karic
3. Emma Karic
3. Oliver Gross
Kindergruppe 3
1. Cleo Kempgen
2. Emil Rehm
3. Patrick Emami-Nemini
3. Daniel Godovnikov
Kindergruppe 4
1. Jan Lasse Heydegger
2. Johan Bassgnani
3. Erik Rehm
4. Wilhelm Dietz
Erwachsenengruppe 1
1. Martin Ludwig
2. Niko Langhammer
3. Niko Sauter
3. Lukas Menkel
Erwachsenengruppe 2
1. Jochen Wache
2. Sebastian Kristen
3. Adrian Hofmann
3. Željko Mihaljevic
3. Umutcan Erul
Dank
Noch mal ein dickes Dankeschön an alle, die bei der Organisierung geholfen und die Kinder und Erwachsenen unermüdlich angefeuert haben. Laut den Rückmeldungen aus der Judoabteilung hat es sich sehr gelohnt, so ein Format nach einigen Jahren Pause auf die Beine zu stellen. Wir werden es bestimmt wiederholen.


